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Strom sparen mit dem Wäschetrockner

Strom sparen mit dem Wäschetrockner: Unsere Nutzer-Tipps

Auch beim Trocken von Wäsche können Sie Ihren Stromverbrauch einfach beeinflussen. Ein wichtiger Tipp: Gut geschleudert ist halb getrocknet. Je besser die Wäsche geschleudert wurde, umso weniger muss der Trockner nacharbeiten. Denn das Trocknen verbraucht normalerweise mindestens drei- bis viermal soviel Strom wie das Waschen der gleichen Wäschemenge. Es lohnt sich also die Wäsche, die maschinell getrocknet werden soll, mit möglichst hoher Drehzahl zu schleudern. Zu empfehlen sind mindestens 1.200 Umdrehungen pro Minute. Dann muss der Trockner nämlich nur etwa 75 Minuten lang ran, um fünf Kilo schranktrockener Wäsche zu liefern. Bei 1.600 U/min ist er sogar schon nach etwa 65 Minuten fertig. Zum Vergleich: Bei 1.000 U/min dauert sein Einsatz ungefähr 85 Minuten. Es gibt auch schon Waschmaschinen, die mit 1.800 Umdrehungen pro Minute schleudern. In den Produktunterlagen der Hersteller finden Sie Angaben zu den genauen Umdrehungszahlen.

Wie für die Waschmaschine gilt auch für den Wäschetrockner: volle Beladung, volle Effizienz.

Schießen Sie nicht übers Ziel hinaus

Übertrocknen schadet den Textilien – und kostet Energie. Wenn Sie bei den Wäschestücken, die gemeinsam in der Trockentrommel liegen auf gleiche Beschaffenheit und Dicke achten, erhalten Sie auch eine einheitliche Trockenzeit. Für alles, was hinterher gebügelt wird, reicht sogar die Trockenstufe „bügeltrocken“. Trockner mit Feuchtigkeitssensor sparen Energie, indem sie nach Erreichen der Trockenstufe automatisch abschalten. Fragen Sie Ihren Händler nach diesen Geräten.

Noch ein Tipp zur Reinigung

Achten Sie darauf, das Flusensieb regelmäßig zu reinigen, sonst verlängert sich die Trocknungszeit. Flusenknäule, die sich in den Luftschächten bzw. Filtern angesammelt haben, führen zu schlechten Trocknungsergebnissen. Am besten reinigen Sie das Flusensieb nach jedem Trockengang. Achten Sie auch auf die Angaben des Herstellers in den Produktunterlagen.

Strom sparen mit dem Wäschetrockner: Unsere Einkaufs-Tipps

Vergleichen Sie mit Hilfe des EU-Labels!

Das EU-Label gibt durch die Einteilung in Klassen auf den ersten Blick Auskunft darüber, wie der Wäschetrockner in Sachen Energieeffizienz abschneidet. Da Wäschetrockner viel Strom verbrauchen, können Sie – wie oben gezeigt - mit einem A-Gerät trotz höherer Anschaffungskosten bares Geld sparen. Außerdem enthält das EU-Label wichtige Informationen zum Energieverbrauch pro Trockenprogramm und zur Füllmenge. Aus dem Etikett geht auch hervor, ob es sich um einen Abluft-, einen Kondensationstrockner oder um ein Gerät mit Wärmepumpe handelt.

Trockner mit Wärmepumpe

Trockner machen frisch gewaschene Wäsche zwar viel schneller wieder einsatzbereit, aber was sonst Sonne und Wind gratis erledigen, muss hier teuer erkauft werden: Wäschetrockner sind grundsätzlich sehr stromintensiv. Herkömmliche Geräte erreichen bestenfalls Energieeffizienzklasse C. Eine Ausnahme bilden Wäschetrockner mit Wärmepumpe. Hier wird die Wärme aus der Abluft in die Wäsche zurückgeleitet. Und damit erreichen diese Geräte die Energieeffizienzklasse A.

Angenommen, Sie haben die Wahl zwischen einem Wäschetrockner mit Wärmepumpe (Effizienzklasse A) und einem Gerät der Effizienzklasse C. Der Klasse C-Wäschetrockner kostet 350 € weniger, verbraucht aber pro Jahr 265 kWh mehr als das teure Gerät. Auf eine durchschnittliche Lebensdauer von 12 Jahren hochgerechnet, wird daraus ein beträchtlicher Posten: Durch den höheren Stromverbrauch entstehen rund 670 € Mehrkosten*. Genug, um nach Abzug des höheren Kaufpreises zusätzlich noch etwa 320 € einzusparen. Auf lange Sicht können Sie mit einem klasse Gerät bares Geld sparen.

*Beispielrechnung auf Basis tatsächlich marktverfügbarer Geräte, der Modellrechnung liegt ein angenommener Strompreis von 21 Cent pro kWh und drei Trocknungsvorgänge pro Woche zugrunde.

Abluft- versus Kondensationstrockner

Welcher Trockner am besten für Sie geeignet ist, hängt auch von Ihren Räumlichkeiten ab. Bei Ablufttrocknern muss ein eigener Abluftschlauch ins Freie führen. Kondensationstrockner sind in der Regel teurer, benötigen dafür aber keinen eigenen Abluftkanal. Beide Geräte benötigen zum einwandfreien Trocknen einen gut belüfteten Raum. Die beiden Gerätetypen Kondensations- und Ablufttrockner werden übrigens nach unterschiedlichen Werten klassifiziert. Aus technischen Gründen verbrauchen Ablufttrockner etwas weniger Energie als Kondensationstrockner.

Trockner mit Gasbrenner

Trockner mit einem Gasbrenner sind ebenfalls sehr effizient. Sie werden aber nicht mit dem EU-Label gekennzeichnet.

Noch ein Hinweis zu kombinierten Wasch- und Trockenautomaten

Ein Waschtrockner vereint zwei Funktionen in einem Gerät: Er wäscht die Wäsche nicht nur, sondern trocknet sie direkt danach. Nur wenn Sie aus Platzgründen keinen Wäschetrockner aufstellen können, macht die Anschaffung eines Waschtrockenautomaten Sinn. Denn besonders beim Trockenvorgang müssen beträchtliche Abstriche in Sachen Komfort und Energieeffizienz gemacht werden. Da die Trommel kleiner ist als beim gewöhnlichen Wäschetrockner muss bei voller Beladung die Hälfte der gewaschenen Wäsche herausgenommen werden. Schließlich benötigen die einzelnen Wäschestücke eine gewisse Bewegungsfreiheit in der Trockentrommel.

Zusätzlich brauchen fast alle Waschtrockner zum Trocknen Wasser. Es dient als Kühlung für die heiße und feuchte Luft, die in der Maschine entsteht. Wer die Maschine nur mit der halben Füllmenge waschen und dann trocknen lässt, handelt vielleicht zeiteffizient, weil es zu keiner lästigen Unterbrechung kommt. Aber wie auch schon für Wäschetrockner und Waschmaschinen gilt: volle Beladung, volle Effizienz! Mit Waschtrocknern verbrauchen Sie relativ viel Wasser, Energie und Waschmittel. Bei Fragen wenden Sie sich an Ihren Einzelhändler.


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