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Fragen und Antworten
Verbraucht das Einschalten einer Leuchtstofflampe mehr Energie als eine Stunde Normalbetrieb?
Nein. Der zusätzliche Strom zum Vorwärmen der Elektroden und zum Zünden der Lampe fällt bei modernen Energiesparlampen mit integriertem elektronischen Vorschaltgerät praktisch nicht mehr ins Gewicht.
Verkürzt das häufige Ein- und Ausschalten von Energiesparlampen deren Lebensdauer?
Es gibt Energiesparlampen, denen häufiges Schalten nichts ausmacht. Und es gibt Lampen, die durch häufiges Schalten schnell kaputt gehen. Grundsätzlich gilt folgende Regel: Hochqualitative Lampen mit Vorheizfunktion, die nach dem Einschalten leicht verzögert aufleuchten, sind normalerweise auch schaltfest. Zusätzlich zur Schaltfestigkeit ist die allgemeine Lebensdauer dieser Lampen höher: Qualitativ hochwertige Lampen erreichen eine Lebensdauer von 10.000 Stunden und mehr. Bei einer Brenndauer von drei Stunden am Tag sind das rund zehn Jahre – zehn mal mehr als bei einer herkömmlichen Glühlampe. Für Anwendungen mit extrem häufigen Schaltvorgängen – etwa beim Beleuchten eines Treppenhauses – sollte eine spezielle Energiesparlampe mit besonders hoher Schaltfestigkeit und schonendem Vorwärmen verwendet werden, die schnell die volle Lichtstärke erreicht. Im Handel sind speziell für solche Situationen optimierte Energiesparlampen erhältlich. Lassen Sie sich beraten und achten Sie auf entsprechende Hinweise auf der Verpackung.
Sind Energiesparlampen teuer?
Nur auf den ersten Blick. Energiesparlampen sind zwar in der Anschaffung teurer als konventionelle Glühlampen, auf lange Sicht aber deutlich kostengünstiger. Der Grund: Ihre Lichtausbeute ist rund fünf Mal höher als die von Glühlampen. Damit benötigt eine Energiesparlampe für die gleiche Helligkeit nur rund ein Fünftel der Leistung einer Glühlampe. Ein klarer Vorteil, denn weniger Stromverbrauch bedeutet weniger Kosten. So spart etwa eine Energiesparlampe mit 11 Watt Leistung bei einer Lebensdauer von 10.000 Stunden rund 90 Euro gegenüber vergleichbaren Glühlampen mit 60 Watt und je 1.000 Stunden Lebensdauer.
Wirkt das Fluoreszenzlicht von Energiesparlampen nicht kalt und matt?
Das hängt vom Lampenmodell ab. Denn Energiesparlampen gibt es in verschiedenen Lichtfarben, zum Beispiel solche mit den Bezeichnungen "warmweiß" oder "extra-warmweiß". Diese Lichtfarben erzeugen eine ähnlich angenehme Atmosphäre wie herkömmliche Glühlampen. Die Lichtfarbe wird durch die Farbtemperatur charakterisiert. Dabei entspricht beispielsweise ein Wert von 2.900 oder 2.700 Kelvin in etwa dem Licht einer Glühlampe. Die Farbtemperatur von 4.000 Kelvin entspricht der Lichtfarbe "neutralweiß", 6.000 Kelvin steht für tageslichtweißes Licht. Angaben zur Lichtfarbe bzw. Farbtemperatur der Energiesparlampe wird in der Regel auf der Verpackung und dem Lampensockel vom Hersteller angegeben.
Flimmern Energiesparlampen bzw. das von ihnen abgegebene Fluoreszenzlicht?
Im Prinzip sind Energiesparlampen zusammengefaltete, kompakte Leuchtstoffröhren. Sie sind oft mit einem integrierten elektronischen Vorschaltgerät ausgestattet: Flimmern ist damit kein Thema.
Gehören Niedervolt-Halogenlampen auch zu den Energiesparlampen?
Das ist ein häufiges Missverständnis – Niedervolthalogenlampen sind keine Energiesparlampen. Der Begriff "Niedervolt" ist nicht gleichbedeutend mit "wenig Energie". Niedervolt-Halogenlampen werden unter niedriger Spannung (meist 12 Volt) mit hoher Stromstärke betrieben. Halogenlampen haben eine bis zu doppelt so hohe Lichtausbeute wie konventionelle Glühlampen. Trotzdem ist die Lichtausbeute einer Energiesparlampen fast dreimal besser als die einer Niedervolthalogenlampe.
Kann man Energiesparlampen dimmen?
Nur spezielle Energiesparlampen sind dimmbar, Standard-Energiesparlampen dagegen nicht. Diese Eigenschaft muss ausdrücklich auf der Packung vermerkt sein. Einige Energiesparlampen sind stufenlos dimmbar. Andere Fabrikate lassen sich durch mehrmaliges Betätigen des Schalters nacheinander in verschiedene Helligkeitsstufen schalten.
Warum haben formschöne Energiesparlampen oft nur Effizienzklasse B?
Schönheit hat ihren Preis: Bei Energiesparlampen Glühlampen- oder Globeform umgibt ein milchiger Glaskolben die gefaltete Leuchtstoffröhre. Dieser absorbiert einen Teil des erzeugten Lichts. Die Folge: Um den gleichen Lichtstrom zu erzeugen, verbraucht die Glaskolben-Energiesparlampe mehr Energie und erreicht manchmal nur die Effizienzklasse B des EU-Labels. Dennoch sind diese Energiesparlampen um ein Vielfaches energieeffizienter als herkömmliche Glühlampen.
Der milchige Kolben hat den Vorteil, dass man die oft als unschön empfundenen Leuchtstäbe nicht mehr sieht. Gleichzeitig wird so am besten gewährleistet, dass die Leuchtstoffröhre nicht mehr zerbricht.
Welche alternativen Bezeichnungen für Energiesparlampen gibt es?
Man nennt sie auch Kompakt-Leuchtstofflampe mit Schraubsockel oder Kompakt-Fluoreszenzlampe mit Schraubsockel.
Gibt es besonders effiziente Halogenlampen?
Niedervolt-Halogenlampen mit Infrarot-Beschichtung nehmen gegenüber herkömmlichen Niedervolt-Halogenlampen etwa 30 bis 40 Prozent weniger Leistung auf. Die Infrarot-Beschichtung verdoppelt zudem die Lebensdauer. Netzspannungs-Halogenlampen sind nicht in Infrarot-beschichteter Ausführung erhältlich.
Das Netzteil vieler Leuchten, die mit Niedervolt-Halogenlampen betrieben werden, ist auch bei ausgeschalteter Leuchte warm. Warum?
Die Netzspannung wird mit einem Transformator (Spannungswandler) auf 12-Volt Niedrigspannung gesenkt. Bei vielen Leuchten für Niedervolt-Halogenlampen, insbesondere bei Stehleuchten, bleibt der Transformator auch bei ausgeschalteter Lampe am Netz und verbraucht weiter Strom. Deshalb sollte er nach der Nutzung vollständig vom Stromnetz getrennt werden. Dazu muss der Leuchtenstecker gezogen oder eine schaltbare Steckerleiste genutzt werden.
Auf einigen Energiesparlampen findet sich der Hinweis: "erfüllt RoHS". Was bedeutet das?
Das Kürzel RoHS steht für eine EU-Richtlinie (2002/96/EG), die fordert, dass Energiesparlampen und Elektrogeräte keine oder nur noch geringste Mengen an Umweltgiften wie Blei, Cadmium oder Quecksilber enthalten dürfen. Als RoHS konform (oder mit "erfüllt RoHS" o.ä.) gekennzeichnete Energiesparlampen erfüllen diese hohen Umweltstandards. Die Standards sind im Gesetz über das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die unweltverträgliche Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräten (ElektroG) verankert.
Wie werden Lampen richtig entsorgt?
Leuchtstofflampen wie z.B. Energiesparlampen enthalten geringe Mengen Quecksilber und sind daher im Entsorgungsfall in den Sondermüll zu geben. Sie gehören nicht in den normalen Hausmüll oder in den Glascontainer.
Seit dem 24.März 2006 ist die Entsorgung im Gesetz über das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die unweltverträgliche Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräten (ElektroG) geregelt. Hierunter fallen auch elektrische Lampen. Dies bedeutet konkret:
- Sämtlicher Elektro- und Elektronikabfall ist bei den Sammelstellen ihrer Kommune abzugeben.
- Bei den Lampen sind von diesem Gesetz z.B. betroffen: Energiesparlampen (Kompaktleuchtstofflampen), Leuchtstofflampen und weitere Lampentypen, soweit nicht von der Entsorgungspflicht befreit.
- Von der Entsorgungspflicht befreit sind: Glühlampen, Halogenlampen, (Weihnachts-)Lichterketten mit Glühlämpchen. Diese können mit dem Hausmüll entsorgt werden.
- Die Entsorgung ist für Privatpersonen grundsätzlich kostenfrei.
- Auch Altgeräte, Einzelteile oder Kleingeräte dürfen nicht mit dem Restmüll entsorgt werden.
Der kommunale Abfallkalender oder eine Beratungsstelle Ihrer Kommune nennt Ihnen die entsprechenden Adressen und Öffnungszeiten.
Seit dem 1. Juli 2006 verbietet die 3. Stufe des Gesetzes Geräteherstellern Blei, Cadmium, bestimmte Chromverbindungen oder bromhaltige Flammschutzmittel zu verwenden - das gilt auch für Lampen. Zusätzlich wird der Quecksilbergehalt von Leuchtstofflampen begrenzt. Aber auch wenn diese Umweltgifte gar nicht oder nur in geringem Maß enthalten sind, müssen die Lampen weiterhin fachgerecht entsorgt werden.




