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Fragen und Antworten
Viele Haushaltsgeräte erreichen die Effizienzklasse A. Lohnt es sich überhaupt noch Geräte zu vergleichen?
Auf jeden Fall. Auch innerhalb der Klasse A gibt es große Unterschiede im Energieverbrauch. Da auf dem EU-Label neben der Effizienzklasse zusätzlich auch der Energieverbrauch (in kWh) angegeben ist, können Sie leicht erkennen, wie groß der Unterschied zwischen den einzelnen Geräten ist. Ein niedrigerer Stromverbrauch bedeutet trotz gleicher Effizienzklasse bares Geld. Übrigens: Bei Kühl- und Gefriergeräten gibt es seit 2004 die Klassen A+ und A++. Diese Geräte sind noch energieeffizienter als A-Klasse-Geräte!
Lohnt es sich überhaupt energiesparende Geräte zu kaufen?
Ja! Zwar kosten die effizientesten Geräte meist mehr als ihre weniger effizienten Kollegen. Dafür sparen sie aber jedes Jahr Stromkosten ein. Über die lange Betriebsdauer von Haushaltsgeräten rechnen sich die Mehrkosten in den meisten Fällen. Außerdem leisten Sie mit dem Kauf eines effizienten Geräts einen Beitrag zum Umweltschutz, denn Stromsparen bedeutet auch, dass weniger Kohlendioxid in die Atmosphäre gelangt.
Wann lohnt es sich alte Kühl- und Gefriergeräte auszutauschen?
Unter Umweltgesichtspunkten ist der Austausch gegen einen „Neuen“ sehr schnell sinnvoll. Denn Kühl- und Gefriergeräte sind normalerweise die größten Stromverbraucher im Haushalt. Ihr permanenter Stromkonsum belastet die Umwelt und Ihr Portemonnaie. Gleichzeitig wurde die Energieeffizienz der Neugeräte in den letzten Jahren enorm verbessert. Daher handeln Sie durchaus im Sinne der Umwelt, wenn Sie:
- selbst voll funktionsfähige Kühl- und Gefriergeräte von 1995 oder älter durch ein Neugerät der Effizienzklasse A+ ersetzen
- Geräte, die bis zum Jahr 2000 hergestellt wurden, gegen ein A++Gerät austauschen
Denn aus ökologischer Sicht lohnt sich der Tausch, sobald Produktion und Betrieb des neuen Kühl- oder Gefriergeräts weniger Umweltbelastungen verursachen als Betrieb und Entsorgung des alten Modells. Das gilt allerdings nur, wenn Sie den "Alten" nicht als Zweitgerät benutzen und fachgerecht entsorgen.
Diese Aussagen gelten nicht für Gefriertruhen. Hier lohnt es sich nur Geräte zu ersetzen, die vor 1981 gebaut wurden.
Ein Hersteller behauptet, seine Waschmaschine habe die Effizienzklasse A+. Ein anderer Hersteller sagt, sein Wäschetrockner habe Klasse „Super A“. Was bedeuten diese Klassifizierungen?
Nur bei Kühl- und Gefriergeräten gibt es die Energieeffizienzklassen A+ und A++. Bei allen übrigen Haushaltsgroßgeräten ist „A“ die höchste Effizienzklasse. Hersteller bedienen sich manchmal der oben genannten Bezeichnungen, um zu zeigen, dass ihre Produkte besonders effizient sind. Hier ist allerdings Vorsicht geboten. Dies kann durchaus der Fall sein, eine Gewähr dafür gibt es aber nicht. Vergleichen Sie einfach die Angaben zum Energieverbrauch, der ebenfalls auf dem EU-Label angegeben ist. Sind die Werte tatsächlich niedriger als bei anderen Produkten, so ist das entsprechende Gerät wirklich sehr effizient.
Mein Raumklimagerät kühlt nicht ausreichend, obwohl es Energieeffizienzklasse A hat. Woran liegt das?
Die Angaben zur Energieeffizienzklasse sagen nur aus, wie effizient das Gerät im Vergleich zu anderen Geräten arbeitet. Ob das Gerät für Ihren Bedarf ausreichend groß dimensioniert ist, kann Ihnen nur ein Fachmann beantworten. Gerade bei Raumklimageräten ist es wichtig, die Geräte sorgfältig auszuwählen und sich mit einem Fachmann zu beraten.
Bei meinem Haushaltsgerät finden sich auf dem EU-Label keine Angaben zur Geräuschentwicklung. Ist dies gestattet? Wie kann ich feststellen, ob das Gerät leise oder laut ist?
Unterhalb eines gesetzlich festgelegten Wertes für die Lautstärke ist ein Hersteller nicht verpflichtet, Angaben zur Geräuschentwicklung zu machen. Wenn Sie auf dem EU-Label keine Dezibel-Angaben finden, bleibt nur der Blick in die technischen Produktbeschreibungen. Oder Sie bitten Ihren Händler, das Gerät probeweise in Betrieb zu nehmen, um die Geräuschentwicklung einschätzen zu können.
Finden Sie Angaben zur Geräuschentwicklung, so bedeutet dies nicht unbedingt, dass das Gerät besonders laut ist: Im Gegenteil: Manche Hersteller machen diese Angaben freiwillig, um zu dokumentieren, dass ihr Gerät besonders leise ist.
Wie werden Haushaltsgeräte richtig entsorgt?
Viele Elektro- und Elektronikgeräte enthalten Blei, Cadmium, Quecksilber, bestimmte Chromverbindungen oder bromhaltige Flammschutzmittel, die der Gesundheit und der Umwelt schaden.
Deshalb regelt das Gesetz über das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die unweltverträgliche Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräten (ElektroG) seit dem 24. März 2006 die umweltfreundliche Entsorgung für alle mit Strom und Batterien betriebenen Geräte. Dies bedeutet konkret:
- Sämtlicher Elektro- und Elektronikabfall ist bei den Sammelstellen ihrer Kommune abzugeben.
- Die Entsorgung ist für Privatpersonen grundsätzlich kostenfrei.
- Auch Altgeräte, Einzelteile oder Kleingeräte dürfen nicht mit dem Restmüll entsorgt werden.
Der kommunale Abfallkalender oder eine Beratungsstelle Ihrer Kommune nennt Ihnen die entsprechenden Adressen und Öffnungszeiten.
Seit dem 1. Juli 2006 verbietet die 3. Stufe des Gesetzes Geräteherstellern Blei, Cadmium, Quecksilber, bestimmte Chromverbindungen oder bromhaltige Flammschutzmittel zu verwenden. Aber auch wer moderne Geräte ohne diese Umweltgifte kauft, muss sie fachgerecht entsorgen.





