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Strom sparen mit Leuchtstofflampen – niedriger Energieverbrauch, lange Lebensdauer

Leuchtstofflampen werden in Stab- und Ringform sowie in kompakter Form angeboten. Sie zeichnen sich neben ihrem niedrigem Energieverbrauch auch durch eine lange Lebensdauer aus: In der Regel kommen Leuchtstofflampen auf 10.000 und mehr Betriebsstunden. Eine Glühlampe brennt dagegen nach etwa 1.000 Betriebsstunden durch. Leuchtstofflampen werden an Vorschaltgeräten betrieben. Diese Vorschaltgeräte unterteilt man in konventionelle, verbrauchsverbesserte und elektronische Vorschaltgeräte, wobei die elektronischen am effizientesten arbeiten.

Wie funktioniert eine Leuchtstofflampe

Die Leuchtstofflampe ist ein Glasrohr, das mit einem Quecksilber-Edelgas-Gemisch gefüllt ist. An den Rohrenden befinden sich Wolfram-Wendeln als Elektroden. Sie emittieren Elektronen und erzeugen ein Spannungsgefälle. Die Elektronen werden im Spannungsgefälle beschleunigt und ionisieren einen Teil der Quecksilberatome, so dass Strom durch das Rohr fließt. Ein Teil der Quecksilberatome wird durch den Stromfluss aber nicht ionisiert, sondern zum Leuchten angeregt. Das emittierte Licht ist ultraviolett und wird von einer Leuchtschicht auf der Rohrinnenseite in sichtbares Licht umgewandelt. Der Stromfluss wird mit etwa der doppelten Netzspannung in Gang gesetzt, die Lampe zündet. Die Lampenspannung im Betrieb liegt unter der Netzspannung. Ein so genanntes Vorschaltgerät zündet die Lampe und regelt danach den Stromfluss durch das Rohr. Die effizientesten Leuchtstofflampen erreichen mit so genannten Dreibandenleuchtstoffen - eine Mischung aus drei Leuchtstoffen, die rot, grün und blau strahlen - eine Lichtausbeute von rund 100 Lumen pro Watt und setzen etwa 50 Prozent der Energie in sichtbares Licht um. Sie arbeiten also um ein Vielfaches effizienter als Glühlampen, die bei etwa 12 Lumen pro Watt liegen.

Strom sparen mit Leuchtstofflampen: Unsere Nutzertipps

Die Lebensdauer von Leuchtstofflampen hängt wesentlich von der Haltbarkeit der Elektroden und des Leuchtstoffs ab. Schonendes Zünden mit einer Vorwärmphase verlängert die Lebensdauer der Elektroden und somit der Leuchtstofflampe.

Verfügt das Vorschaltgerät über eine Vorwärmfunktion, erreichen Leuchtstofflampen eine Lebensdauer von bis zu 20.000 Betriebsstunden. Generell nimmt der Lichtstrom von Leuchtstofflampen im Laufe des Betriebs ab, da der Leuchtstoff altert und die UV-Strahlung weniger effizient in sichtbares Licht verwandelt. Da Leuchtstofflampen - wenn auch nur mit einigen Milligramm – geringe Mengen an Quecksilber enthalten, dürfen sie auf keinen Fall mit dem Hausmüll oder im Flaschenglas-Recyclingcontainer entsorgt werden. Ausgediente Leuchtstofflampen müssen bei den kommunalen Schadstoffsammelstellen und Wertstoffhöfen abgegeben werden. Der Leuchtstoff kann recycelt werden.

Strom sparen mit Leuchtstofflampen: Unsere Einkaufstipps

Vorschaltgeräte für Leuchtstofflampen werden als konventionelle (KVG), verlustarme (VVG) und elektronische (EVG) Vorschaltgeräte angeboten. Elektronische Vorschaltgeräte arbeiten effizienter als verlustarme und konventionelle. Sie erhöhen die Frequenz der Spannung, die an der Leuchtstofflampe anliegt - von 50-Hertz-Netzfrequenz auf einige zehntausend Hertz. Die Lampe selbst arbeitet unter Hochfrequenz effizienter als unter Netzfrequenz. Zudem nehmen EVG weniger Leistung auf als KVG und VVG. Zum Beispiel nimmt das System Lampe-KVG zum Betrieb einer Lampe mit 36 Watt Leistung insgesamt etwa 45 Watt Leistung auf. Ein VVG reduziert die Systemleistung um etwa 3 Watt. Wird ein hochwertige EVG eingesetzt, kann die Systemleistung sogar unter 36 Watt liegen, da die Lampe beim Betrieb an einem EVG effizienter arbeitet.

Auch die Lebensdauer von Leuchtstofflampen erhöht sich, wenn sie an EVG betrieben werden. EVG-betriebene Lampen arbeiten flimmerfrei, da das Auge die hohe Betriebsfrequenz nicht auflösen kann. Der europäische Dachverband der Beleuchtungsindustrie CELMA hat den Energieeffzienz-Index EEI für Vorschaltgeräte eingeführt. Er kann, muss aber nicht auf dem Typenschild angegeben sein. Die Klassifizierung reicht von A1 (sehr effiziente, dimmbare EVG) bis C (KVG mit hohen Verlusten).


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