Hauptinhalt
Energiesparlampen-Ratgeber
Glühlampe raus, Energiesparlampe rein. Geht man von Anschaffungsmehrkosten um 5 € für die Energiesparlampen im Vergleich zu 10 Glühlampen aus, spart beispielsweise eine effiziente 11-Watt-Energiesparlampe als Ersatz für eine 60-Watt-Glühlampe während ihrer Lebensdauer von ca. 10.000 Betriebstunden rund 113 € ein (Annahme: Strompreis von 24 Cent/kWh). Die entscheidenden Kriterien beim Kauf einer Energiesparlampe sind:
1. Form: Energiesparlampen sind gefaltete Leuchtstofflampen. Bei Energiesparlampen in klassischer Glühlampenform, in Globeform und in Kerzenform ist die Leuchtstoffröhre mit einem zusätzlichen Glaskolben umhüllt. Allerdings absorbiert dieser Kolben einen Teil des Lichts und die Lampe arbeitet etwas weniger effizient als eine "nackte" Energiesparlampe. Die formschönen Lampen erreichen daher oft nur Effizienzklasse B. Dafür zerbrechen diese Lampen praktisch nicht mehr. Neu ist die Entwicklung immer kleinerer Energiesparlampe und dadurch immer neuer Bauformen. Mittlerweile sind die kleinsten so klein, dass entsprechende Produkte sogar Reflektorlampen und die noch kleineren Halogenreflektorlampen ersetzen können.
2. Leistungsaufnahme: Eine Energiesparlampe erzeugt mit einem Bruchteil an Strom die gleiche Helligkeit wie eine Glühlampe. Als Faustregel gelten folgende Entsprechungen:
Glühlampe: Energiesparlampe
25 Watt : 5 bis 7 Watt
40 Watt : 7 bis 9 Watt
60 Watt : 11 bis 16 Watt
75 Watt : 15 bis 20 Watt
100 Watt : 20 bis 23 Watt
Die höheren Werte gelten für Lampen mit zusätzlichem Glaskolben (Energiesparlampe in Glühlampenform).
3. Lebensdauer: ESL halten deutlich länger als Glühlampen. Die Lebensdauer von ESL reicht von 5.000 bis 15.000 Betriebsstunden. Aber Achtung: Auf den ersten Blick preiswerte Produkte besitzen oftmals eine geringere Lebenszeit und kosten so effektiv mehr als ein Qualitätsprodukt. Die Lebensdauer ist meist auf der Verpackung angegeben.
4. Lichtfarbe: Energiesparlampen gibt es in verschiedenen Lichtfarben von "warmweiß" bis "tageslichtweiß". Energiesparlampen, deren Lichtfarbe am ehesten der einer herkömmlichen Glühlampe entspricht, können an der Bezeichnung "warmweiß" erkannt werden. Sie eignen sich gut für die gemütliche Beleuchtung in Wohnräumken. Für die Lichtfarbe gibt es unterschiedliche Bezeichnungen. Anstatt der Stufen "warmweiß", "neutralweiß" und "tageslichtweiß" wird oft die so genannte Farbtemperatur in Kelvin angegeben. Dabei gilt:
3.300 Kelvin und darunter = "warmweiß" ("gemütlich")
5.300 Kelvin und darunter = "neutral-weiß"
5.300 Kelvin und mehr = "tageslichtweiß" ("sehr sachlich")
Weißes Licht ist eine Überlagerung von Licht aller Wellenlängen im sichtbaren Bereich, also alle Farben von Rot über Gelb und Grün bis Blau. Je höher die Farbtemperatur, desto höher der Anteil von blauem Licht. Sonnenlicht hat eine Farbtemperatur von 5.800 Kelvin.
Oft sind Lampen durch eine dreistellige Nummer charakterisiert, z. B. 827. Die beiden letzten Ziffern stehen für die Farbtemperatur. In diesem Beispiel steht 27 kurz für 2.700 Kelvin oder "extra-warmweiß". Die erste Ziffer bezeichnet die Qualität der Farbwiedergabe (Ra) in diesem Beispiel mit einem Wert zwischen 80 und 89.
5. Farbwiedergabe: Je nach Lichtquelle gibt künstliches Licht Farben in unterschiedlicher Qualität wieder. Die Farbtreue von Lampen wird mit einer Kennzahl ausgedrückt. Die Skala reicht dabei von 1 bis 4. Eine 1 bedeutet „sehr gut“, eine 4 „ausreichend“. Glühlampen besitzen in der Regel den Wert 1A – Energiesparlampen 1B. Wo es auf die Güte der Farbwiedergabe nicht so sehr ankommt (zum Beispiel bei der Außenbeleuchtung), kann man auf eine Energiesparlampe mit geringerer Farbwiedergabequalität zurückgreifen.
6. Lampen mit Splitterschutz: Aus technischen Gründen enthalten Energiesparlampen geringe Mengen Quecksilber, das beim Zerbrechen eine Lampe an die Luft gelangen kann. Auch wenn das nur selten passiert, können Verbraucher auf Nummer sicher gehen und Lampen kaufen, die zusätzlich mit einem Kunststoffmantel umgeben sind (Splitterschutz). Ebenfalls erhältlich sind Modelle, bei denen das Quecksilber in gebundener Form vorliegt, so dass die austretende Menge Quecksilber im Falles eine Bruchs deutlich geringer ist.



