Mehr als die Hälfte des Stromverbrauchs im Rechenzentrum entfällt in der Regel auf Kühlung, Lüftung und Netzteile. Innovative Technik ermöglicht auch hier deutliche Einsparungen.
Maximaltemperaturen ausschöpfen.
Heutige IT-Komponenten vertragen höhere Temperaturen als die verbreiteten 22 °C: Moderne Rechenzentren können daher mit bis zu 35 °C Zulufttemperatur betrieben werden.
Kalt- und Warmgänge trennen.
Zur Trennung von Warm- und Kaltluft werden die Server-Racks mit den warmen Rückseiten gegeneinander positioniert. Auch der Zwischenraum wird möglichst durch Bleche oder Raumteiler von der restlichen Raumluft getrennt. Aus den „Warmgängen“ wird nun die warme Luft abgesaugt und zur Kühlanlage geleitet, die ggf. mit freier Kühlung arbeitet. Die gekühlte Luft wird dann wieder den geschlossenen Kaltgängen des Rechenzentrums zugeführt.
Hotspots vermeiden.
Identifizieren Sie Hotspots durch im Raum verteilte Temperaturmessungen und eliminieren Sie diese durch eine verbesserte Luftführung.
Alternative Kühlkonzepte prüfen.
Gerade im Zuge von Erweiterungen oder Virtualisierungen lohnt es sich zu prüfen, ob eine freie Kühlung möglich ist. Auch der Einsatz regenerativer Energien wie Geothermie und solare Kühlung oder von Absorptionskälteanlagen können geeignete Alternativen sein.
Bei großen Anlagen kann ökologisch und wirtschaftlich sinnvoll sein, als Kühlmittel Kohlendioxid anstelle halogenierter Kohlenwasserstoffe einzusetzen. Denn dabei genügen auch kleinere Rohrleitungen und ein geringerer Energieeinsatz.
Bei kleinen und mittleren Rechenzentren gibt es zum Teil sogar die Möglichkeit, ganz auf eine freie Kühlung umzustellen.