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EU-Label als Marketinghilfe
Vorsprung durch Beratungskompetenz
Mit dem EU-Label haben Händler und Berater ein Instrument, mit dem sie ihre Kunden einfach und schnell zu Energieeffizienz und Gebrauchseigenschaften eines Gerätes informieren können. Gute Beratung auf Basis des EU-Labels steigert die Kundenzufriedenheit und hilft hochwertige Produkte zu vermarkten.
Denn fest steht: Gerade bei steigenden Strompreisen ist Energieeffizienz beim Kauf eines neuen Geräts für viele Verbraucher ein wichtiges Auswahlkriterium. Hier ist Beratungskompetenz auf Seiten des Händlers gefragt. Die Initiative EnergieEffizienz bietet dazu umfassendes Infomaterial zum Thema Energieeffizienz an. Es richtet sich an alle Einzelhändler und Elektrohandwerker, die Produkte aus den Bereichen Haushaltsgeräte, Kommunikations- und Informationstechnik, Unterhaltungselektronik oder Leuchtmittel vertreiben. Sie können Kooperationspartner der Initiative werden und kostenloses Informationsmaterial bestellen. Weitere Informationen finden Sie unter „ Berater und Händler“.
Mehr Umsatz durch Verkauf hochwertiger Produkte
Kunden sind durchaus bereit, für Geräte, die auf dem Energieetikett eine bessere Einstufung erhalten, also vor allem Geräte der A-Klasse, etwas mehr Geld auszugeben. Dies belegt eine Studie des Fraunhofer-Instituts für Systemtechnik und Innovationsforschung (ISI) und der GfK Marketing Services GmbH & Co. KG, die vom BMWI in Auftrag gegeben wurde. Die dort befragten Händler konnten dies insbesondere bei Kühlgeräten und Geschirrspülern feststellen.
Die nachfolgende Tabelle zeigt im Überblick die Kaufbereitschaft der Kunden.
- Quelle: Evaluierung zur Umsetzung der EnVKV des Fraunhofer-Institut für Systemtechnik und Innovationsforschung (ISI) und der GfK Marketing Services GmbH & Co. KG, 2001.
Trend: EnergieEffizienz bei Haushaltsgeräten
Bis in die 70er Jahre stand bei elektrischen Haushaltsgeräten allein die Arbeitserleichterung im Vordergrund. Mittlerweile sind auch Strom- und Wasserverbrauch wichtige Aspekte. Dank moderner Technik konnten die Verbrauchswerte seit 1990 drastisch reduziert werden. Je nach Gerätetyp reduzierte sich der Energieverbrauch um 35% bis 75%.
Dennoch sind auch heute noch viele Geräte im Einsatz, die nicht zu den effizienten Klassen gehören. Da Haushaltsgroßgeräte durchschnittlich nur alle 10 bis 15 Jahre ausgetauscht werden, verzögert sich die Einführung effizienter Geräte. Aus energetischer Sicht besonders kontraproduktiv ist die Weiterverwendung von ausrangierten Geräten. Typischer Fall: ein alter Kühlschrank steht als "Reserve" im Keller und wird weiter betrieben.
Kühl und Gefriergeräte
Seit Einführung der Kennzeichnungspflicht ist der Verkaufsanteil von Geräten der Klasse A und besser kontinuierlich gestiegen. 2006 erreichten ca. 85 Prozent der verkauften Kühlschränke die Energieeffizienzklassen A, A+ oder sogar A++. Auch bei Gefriergeräten nimmt der Anteil der verkauften Geräte der Klassen A , A+ und A++ stetig zu.
Waschmaschinen
95 Prozent der deutschen Haushalte besitzen eine Waschmaschine. Bei den Neukäufen hatte die Effizienzklasse A im Jahr 2006 einen Anteil von mehr als 95 Prozent.
Geschirrspülmaschinen
Inzwischen verfügen fast zwei Drittel der deutschen Haushalte über eine Geschirrspülmaschine. Über 80 Prozent der verkauften Geräte im Jahr 2006 waren bereits Energieeffizienzklasse A.
Wäschetrockner
Rund ein Drittel der deutschen Haushalte besitzt einen Wäschetrockner. Was die Klasseneinteilung nach EU-Energieetikett angeht, sieht es in dieser Gerätekategorie vergleichsweise schlecht aus. Die Grenzwerte für die Einstufung der Wäschetrockner in Energieeffizienzklassen wurden so festgelegt, dass – im europäischen Durchschnitt – die meisten heute üblichen Geräte nur in die Klasse C eingestuft werden können. Es werden nur wenige Geräte der Klassen A und B angeboten. Über 80 % der verkauften Geräte entfielen im Jahr 2006 auf die Effizienzklasse C. Die Klasse "A„ ist mit den üblichen Gerätekonstruktionen nicht zu erreichen. Ausnahme in der Energieeffizienzklasse A sind Kondensationstrockner.



